Peter Pfefferkorn. Gesellschaft auf der Bühne

Die Ausstellung „Gesellschaft auf der Bühne“ thematisiert die Wahrnehmung der Welt aus den Augen des Leipziger Künstlers Peter Pfefferkorn. Pfefferkorn, in eine Industriellenfamilie in Westsachsen hineingeboren, lebte seit seinem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, unter anderem bei Gerhard Kurt Müller und Werner Tübke, als freischaffender Künstler und zehrte von der feinen Beobachtung der Menschen. Entsprechend steht auch der Mensch mit all seinen guten und schlechten Seiten in Pfefferkorns Werk konsequent im Mittelpunkt. 

Die Ausstellung "Gesellschaft auf der Bühne" rückt dabei der Vorstellung vom theatrum mundi - dem Weltentheater - entsprechend insbesondere eine Motivgruppe in den Vordergrund, das sich bei Peter Pfefferkorn in vielfachen Deutungen wiederfindet und die fragile Balance zwischen Selbstinszenierung des Menschen und existenzieller Wahrheit in besonderem Maße deutlich macht: Menschen, deren Beruf die Bühne, die Verkleidung ist. Seien es Musiker*innen, Zirkusakteure und Harlekine, Tänzer*innen, aber auch Prostituierte oder Schauspielende – sie alle stehen professionell für Lebendigkeit, bringen Lebensfreude und Alltagsflucht und sind zugleich ein Spiegel. Gerade der Blick hinter die Kulissen dieser Menschen offenbart zugleich einen Blick in das Innerste der Gesellschaft - und so laden die Bilder Peter Pfefferkorns, ob porträthafte Zeichnung oder vielfigurige Malerei, einmal hinter die Fassade zu blicken.