Illusorium

llusorium - unter diesem Begriff präsentiert sich die Dauerausstellung rund um das Lebenswerk der bekannten Buchillustratorin Regine Heinecke auf Schloß Voigtsberg. In den mittelalterlichen Räumen der Kernburg treffen phantastische Figuren, märchenhafte Geschichten und sagenumwobene Gestalten auf metaphorisch aufgeladene Inhalte der freien Arbeiten Heineckes.

Die außergewöhnliche Präsentation der groß- wie kleinstformatigen Werke unterschiedlichster Technik zielt dabei auf (fast) alle Sinne: Sehen, Hören, Fühlen und sogar Riechen. Über der Ausstellungsfläche thronend, bietet sich dem Besucher in der eigens eingerichteten Bibliothek zudem die Möglichkeit, gedanklich und emotional in Regine Heineckes illustrierte Bücher zu versinken. Moderne Hörstationen, Filmdokumente und vielfältige Spieleangebote für Kinder ermöglichen dabei einen weiteren Zugang zum komplexen Œuvre der Illustratorin.

Regine Heinecke wird 1936 in Zwickau geboren und wächst in Taucha, nahe Leipzig, auf. Kreativität und die Liebe zur Literatur prägen ihre Kindheit. Schon frühzeitig beginnt Regine Heinecke, mit Geduld und Phantasie zu zeichnen. Während einer Ausbildung zur Lithografin und Offsetretuscherin erlernt sie wesentliche Techniken und Grundlagen, die für ihr späteres Schaffen überaus bereichernd wirken sollten. 1953 folgt ein Studium an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Regine Heinecke geht von nun an ihren eigenen Weg und findet ihre Vorbilder bei Hieronymus Bosch, Pieter Brueghel d. Ä. und den Meistern der Buchdruckkunst des 19. Jahrhunderts. Seit 1957 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig.

Hohen Bekanntheitsgrad erreichte Regine Heinecke vor allem auf dem Gebiet der Kinderbuchillustration: „Dornröschen“ (1965), „Der gestiefelte Kater“ (1974) u.v.m. Der Besuch der Ausstellung bedeutet eine Reise durch Regine Heineckes vielfältige Bilderwelten, deren Strahlkraft zeitlos und an kein Alter gebunden ist.

Ich wollte immer eine Geschichte neben dem Text erzählen, nicht nur eine bloße Abbildung schaffen.
Regine Heinecke